Zement
Kalkstein und Kalkmergel oder Ton werden in einem genau festgelegten Verhältnis einem Drehofen zugeführt und mit 1450 °C gebrannt. Der so entstandene Zementklinker wird nun zu feinem Zementpulver gemahlen und dient als Bindemittel.
Beton
Ein Gemisch aus Kies, Sand, Zement und Wasser. Um bestimmte Eigenschaften zu erreichen, werden je nach Anwendungsbereich Zusatzmittel (Verflüssiger, Luftporenbildner oder Verzögerer) sowie Farbstoffe hinzugefügt.
Hohe Frost- und Tausalzbeständigkeit
Vakuumierte Produkte sowie gegossene Produkte aus Luftporenbeton sind unempfindlicher bei häufigem Frost sowie vermehrtem Salzen.
Oberflächenstruktur
Betonprodukte können oberflächlich Poren oder auch Haarrisse aufweisen. Dies ist werkstoffbedingt und unvermeidbar. Auf die Qualität der Betonelemente hat dies keinen Einfluss. Wasserdichtigkeit und Festigkeit bleiben erhalten.
Kalkausblühungen
Das Erhärten von Beton ist ein chemischer Vorgang. Als Nebenprodukt entsteht freies, wasserlösliches Calciumhydroxid, welches durch die Poren unter Einwirkung von Regen und Tau an die Betonoberfläche tritt. Mit der Kohlensäure der Luft bildet sich weisses, schwer lösliches Calciumcarbonat. Optisch erkennt man Kalkausblühungen als weisse Schleier und Krusten auf dem Betonprodukt. Sie sind technisch nicht vermeidbare Eigenschaften des Betons und führen zu keiner Qualitätseinbusse des Produkts. Kalkausblühungen werden durch das weiche Regenwasser wieder abgetragen. Dies kann bis zu drei Jahre dauern. Es entstehen weniger Kalkausblühungen, wenn die Betonprodukte vor dem Versetzen trocken gelagert und innert 1 bis 2 Wochen eingebaut werden. Bei Gehwegplatten sowie Verbundsteinbelägen ist der Entwässerung (Gefälle, keine verstopften Abläufe usw.) grösste Aufmerksamkeit zu schenken. Ständig durchnässte Platten und Verbundsteine blühen aus.
Gegossen und vibriert
Fliessfähiger Beton wird in eine Form gegossen und durch Vibration verdichtet.
Vakuum-Methode
Sehr flüssiger Beton wird in eine Form gegossen und unter hohem Pressdruck verdichtet, gleichzeitig wird der Beton durch Absaugen entwässert. Das Resultat ist ein optimaler Wasser/Zementwert, der für eine erhöhte Festigkeit sorgt.
Armierung
In den noch flüssigen Beton werden zur Erhöhung der Belastbarkeit Eisenstäbe eingelegt, die sich unter Temperatureinflüssen gleich verhalten wie der Werkstoff Beton.
Schaumstoffeinlage
Massige Produkte wieTreppenstufen enthalten im Innern Styropor zur Gewichtsverminderung.
Abgerieben
Das Betonprodukt erhält nach dem Giessen sein spezielles Aussehen durch einen 3 bis 5 mm starken Überzug (Sand/Zementgemisch), der manuell durch Kreisbewegungen mit einer Talosche (Bauwerkzeug) ausgeführt wird.
Schalungsglatt
Produkt ohne zusätzliche Oberflächenbehandlung.
Sandgestrahlt/Kugelgestrahlt
Die ausgehärteten Betonprodukte werden mit feinen Stahlkugeln (1 bis 2 mm), die mit enormer Geschwindigkeit gegen die Oberfläche geschleudert werden, aufgerauht. Die Zementhaut wird abgetragen, und die Zuschlagkörner treten hervor.
Gewaschen
Die Betonelemente werden nach etwa 12 bis 18 Stunden der Form entnommen und mit einem Wasserstrahl behandelt, so dass die Kieselsteine an der Betonoberfläche zum Vorschein kommen. Dies ergibt je nach Auswaschtiefe des verwendeten Verzögerers eine unterschiedlich tief strukturierte Oberfläche, bei der im Gegensatz zum Sandstrahlen das Korn nicht verletzt wird.